Wie gestaltet man eine Küche seniorengerecht?

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden:

Wenn Senioren im Alter selbstständig bleiben wollen, dann halten die meisten Küchen einige Hürden für sie bereit. Vor allem das Kochen im Stehen sowie das viele Bücken um Sachen aus Schränken zu bekommen machen ihnen das Leben schwer. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte man früh genug eine seniorengerechte Küche einbauen lassen oder zumindest Modifikationen an seiner Standart-Küche vornehmen lassen. Aber wie genau sieht eine seniorengerechte aus, wodurch zeichnet sie sich aus?

Kein Bücken und kein Strecken mehr

In einer extra für Senioren geplanten Küche sind alle Kochutensilien, Geräte und Zutaten leicht zu erreichen, ohne Bücken und ohne Strecken (oder womöglich auf Stühle klettern zu müssen).

Zu diesem Zweck gibt es spezielle Auszüge für Schränke, durch die sich der komplette Schrankinhalt herausziehen lässt. Grundsätzlich kann man sagen, dass Schubladen für Senioren geeigneter sind als Schränke. Denn Schubladen lassen sich einfach herausziehen und übersichtlicher zu bestücken. Für Küchen gibt es auch extra große Schubladen, in die auch Töpfe und anderes großes Kochgeschirr herein passt. Wichtig ist, dass man an alle Utensilien gut herankommen kann, ohne das man sich großartig Bücken oder gar halb in den Schrank klettern muss.




Für Hängeschränke gilt: Die Unterkante sollte maximal in 1,30-1,50 Metern Höhe hängen, damit man an den Inhalt heran kommt ohne auf Stühle oder Tritte klettern zu müssen. Ist dies nicht möglich, sollte man auf herunter-klappbare Einsätze setzen, diese gibt es auch mit Elektroantrieb, so dass sie auf Knopfdruck heruntergefahren werden können.

Kühlschrank, Backofen und Geschirrspüler sollten erhöht in die Küche eingebaut sein, damit auch diese Geräte ohne Bücken genutzt werden können. Für Senioren empfiehlt sich übrigens eine Induktionsplatte, da diese nur das passende Kochgeschirr erhitzt und sich automatisch abschaltet, wenn kein Topf auf ihr steht – das vermeidet Unfälle.

Beachtet man auf all diese Punkte bei der Planung einer Küche für Senioren, so vermeidet man unnötiges Bücken und erleichtert so das Kochen ungemein.

Kochen im Sitzen

Im Alter mag man oft nicht lange am Stück stehen, daher sollte es auch möglich sein, die Küche im Sitzen zu nutzen. Außerdem sollte man die Küche gleich im Voraus für Rollstuhlfahrer nutzbar planen. Schließlich weiß man leider nie, ob man im Alter auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird. Eine Küche nachträglich rollstuhlgerecht umzubauen kostet sehr viel mehr, als sie im Vorhinein so zu planen.

Sehr wichtig ist zumindest eine unterfahrbare Arbeitsplatte, an der man Vorbereitungsarbeiten auch im Sitzen durchführen kann – und zwar mit genügend Beinfreiheit. Natürlich gibt es auch unterfahrbare Kochfelder und Spühlbecken. In wie weit Sie ihre Küche für das Kochen im Sitzen planen wollen, hängt von Ihnen ab.

Kurze Wege in der Küche





Wenn Sie von Anfang an Ihre Küche logisch strukturieren, sparen Sie sich beim Kochen viele Wege. Das macht man bei Profiküchen, zum Beispiel in Restaurants, um Zeit beim Kochen zu sparen. In der seniorengerechten Küche will man dadurch Arbeitsabläufe vereinfachen und unnötige Wege einsparen.

Eine klare Struktur für Ihre Senioren-Küche

[unordered_list style=”arrow”]
  • Zuerst kommt ein Teil mit Kühlschrank und Vorratsschrank. Hier befinden sich alle Lebensmittel
  • Dann kommt der Vorbereitungs-Bereich mit Arbeitsfläche und dem Stauraum für die Kochutensilien
  • Daran anschließend direkt der eigentliche Kochbereich mit Herd, Ofen und Mikrowelle
  • Den Abschluss machen Waschbecken, Geschirrspüler sowie der Abfall-Bereich.

Wenn Sie ihre Küche für Senioren in dieser Weise strukturieren, werden Sie viel mehr Freude am Kochen haben!

[/unordered_list] Bildquellenangabe: Rudolpho Duba / pixelio.de

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden:

RelatedPost