Wie kann man beim Kochen Strom sparen?

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Energiesparen wird ein immer wichtigeres Thema – was natürlich vor allem an den steigenden Preisen für Strom, Heizenergie und Wasser liegt. Rund 10-12% des gesamten Stromverbrauchs fällt aufs Kochen und Backen, in der Küche entstehen also ganz schön hohe Stromkosten.

Die gute Nachricht: Gerade beim Kochen kann man wunderbar Strom sparen – und zwar meist ohne einen Cent Investition. Einzig das eigene Verhalten beim Kochen muss geändert werden, ansonsten reichen als Equipment für das stromsparende Kochen ein Wasserkocher und Töpfe mit Deckel aus.

Beispiel: Kartoffeln, Reis, Nudeln oder ähnliches kochen





Die meisten Sättigungsbeilagen wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis müssen in Wasser gekocht werden. Hierbei kann man viel Strom sparen, wenn man es RICHTIG macht.

So macht man es falsch:

  • Wasser in den Topf, Topf auf die Herdplatte
  • Topf viel zu groß, daher auch viel zu viel Wasser
  • Die Größe von Topf und Herdplatte stimmt nicht überein
  • Herdplatte auf die höchste Stufe
  • Kein Deckel auf dem Topf “weil das ja sonst so schnell überkocht”
  • Volle Pulle kochen lassen, bis das Kochgut gar ist

Und so kocht man stromsparend:

Stromsparen beim kochen - 1 Liter Wasser zum Kochen bringen

Stromsparen beim kochen – 1 Liter Wasser zum Kochen bringen

  • Eine passende Menge Wasser (Erfahrungswert!) im Wasserkocher zum Kochen bringen, dies spart bis zu 40% Energie verglichen mit einem Glaskeramik-Kochfeld
  • Wasser in einen passend großen Topf schütten, Kochgut hinzugeben.
  • Deckel auf den Topf, den Topf auf eine passend große Herdplatte (nicht zu groß und auch nicht zu klein)
  • Die Herdplatte so lange auf die höchste Stufe stellen, bis das Wasser wieder richtig kocht, da es sich durch das Hinzugeben des Kochguts abgekühlt hat
  • Stromsparen beim Kochen - Vergleich mit und ohne Deckel

    Stromsparen beim Kochen – Vergleich mit und ohne Deckel

    Dann die Herdplatte auf die niedrigste (!) Stufe stellen. Jetzt spart man ca. 30% des Stroms (je nach Herd), da durch den Deckel weniger Hitze nach oben entweichen kann. Trotzdem kocht das Wasser so nicht über, es köchelt nur leicht.

  • Machen Sie die Herdplatte schon ein paar Minuten vor dem Erreichen der Garzeit aus – die Restwärme reicht zum Garen aus.

 Noch mehr Tipps – So sparen Sie Energie beim Kochen




Glasdeckel ermöglichen Ihnen, in den Topf zu gucken, ohne den Deckel zu heben. Bei jedem Anheben des Deckels geht Hitze verloren, die Sie durch Hochschalten der Herdplatte ausgleichen müssen. Mit einem Glasdeckel haben Sie ihr Essen stets im Blick ohne Hitze zu verlieren.

Der Topf oder die Pfanne sollte so klein wie möglich sein. Verwenden Sie immer eine Herdplatte in der passenden Größe zum Kochgeschirr.

Je nach Verwendungszweck können Sie mit Schnellkochtöpfen bis zu 50% Energie sparen. Vor allem bei Lebensmitteln, die lange garen müssen ist der Einsatz sinnvoll.

Warmmachen sollten Sie kleine Essensportionen am besten in der Mikrowelle. Bei größeren Portionen sollten Sie die Herdplatte (z.B. Pfanne oder Topf mit ein wenig Wasser) zum Erwärmen dem Ofen vorziehen. Beim Erwärmen auf dem Herd sparen Sie nämlich rund 80% Strom gegenüber dem Erwärmen im Ofen.

Induktionsplatten sind viel energieeffizienter als Cerankochfelder, klassische Herdplatten sind am wenigsten zu empfehlen wenn Sie beim Kochen Strom sparen wollen. Sollten Sie also eine neue Küche planen, geben Sie lieber ein paar Euro mehr für einen Induktionsherd aus. Achten Sie immer auf die Energieeffizienzklasse wenn Sie sich ein Neugerät zulegen.

Es gibt Energie-optimierte Töpfe und Pfannen, mit denen Sie noch einmal ca. 15% Strom beim Kochen sparen. Dieses Kochgeschirr ist aber etwas teurer als das normale. Wenn Sie sich aber sowieso gerade mit neuen Töpfen und Pfannen eindecken wollen, lohnt es sich darauf zu achten.

Beim Backen sollten Sie möglichst selten die Ofenklappe öffnen, denn jedes mal kühlt der Ofen um rund ein Viertel runter. Nutzen Sie beim Backen oder Garen von Fleisch im Ofen die Restwärme. Sie können den Ofen meist mehrere Minuten vor dem Erreichen der Garzeit ausstellen.

Beim Braten müssen Sie die Herdplatte nicht auf die höchste Stufe stellen. Es ist ein Ammenmärchen, dass sich beim scharf Anbraten von Fleisch die Poren schließen und so weniger Saft verloren geht. Wenn Sie das Fleisch auf mittlerer Stufe anbraten und es dann bei ausgeschalteter Platte durch die Restwärme fertig garen ist es genauso saftig. Das haben Test erwiesen, das gare Fleisch wiegt am Schluss dasselbe, egal ob Sie es scharf anbraten oder nicht – das heißt, der Wasseranteil ist der selbe, es ist gleichermaßen saftig.

Gutes Timing kann beim Kochen auch viel Strom sparen: Wenn alle Speisen gleichzeitig fertig sind, muss keine Komponente noch einmal aufgewärmt werden.

Beim Kochen von Gemüse muss Selbiges nicht komplett mit Wasser bedeckt werden. Das spart Energie, weil weniger Wasser erhitzt werden muss. Das Gemüse, wird durch den Wasserdampf im geschlossenen Topf genauso gegart wie durch das kochende Wasser.

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