Wie kann man Kinder zu mehr Bewegung animieren?

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Immer mehr Kinder verbringen heutzutage ihre Freizeit lieber vor dem Fernseher oder vor dem Computer als mit dem Spielen im Freien oder mit sportlichen Aktivitäten. Neben einem Mangel an echten sozialen Kontakten führt das vor allem auch oft zu Übergewicht und anderen körperlichen Defiziten. Denn ausreichend Bewegung ist ungemein wichtig für eine normale körperliche Entwicklung des Kindes.

Aber wie kann man seine Kinder zu mehr Bewegung animieren? Wie lockt man sie vom Fernseher weg?

Eltern müssen ein Vorbild sein


Wenn die Eltern eines Kindes selbst den Großteil ihrer Freizeit vor dem Fernseher verbringen, dann wirkt es wenig glaubhaft, wenn sie ihr Kind dazu auffordern anders zu handeln. Eltern sind die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder, auch wenn es um Bewegung geht. Sie sollten also viel Zeit darin investieren, mit ihrem Kind zusammen einen aktiven Lebensstil zu führen. Suchen Sie sich Hobbies, die Sie mit ihrem Kind zusammen ausüben können: Klettern, Wandern, sportliche Spiele, eine kleine Schnitzeljagd – solche Aktivitäten sollten jedes Wochenende bzw. so oft wie mögliche auf dem Programm stehen.

Spielzeug und Sport-Utensilien für Draußen animieren Kinder dazu, aktiv zu werden. Beispiel: Schenken Sie ihrem Kind Wasserpistolen oder ein Federball-Set anstatt eines Computerspiels. Fordern Sie ihr Kind dann regelmäßig zu einer Wasserschlacht oder zu einer Partie Federball auf oder animieren sie es, Freunde dazu einzuladen. Stellen Sie ihrem Kind möglichst alles zur Verfügung, was zu mehr Bewegung animiert. Ein Trampolin im Garten zum Beispiel ist perfekt dazu geeignet, ihr Kind nach draußen zu locken!

Genießen Sie ihre Freizeit zusammen mit ihrem Kindern, das stärkt die Bindung und sorgt für mehr Bewegung für alle.

Loslassen

Geben Sie ihrem Kind die Freiheit, sich draußen auszutoben. Natürlich hat man ein mulmiges Gefühl, wenn das Kind allein oder mit Freunden die Umgebung erkundet. Schließlich lauern überall Gefahren: Der Verkehr ist dafür nur EIN Beispiel.

Aber es ist wichtig, dass ihr Kind mit Freunden auch außerhalb ihres Grundstücks unterwegs ist – Spielplätze, Wälder, Wiesen – alles muss erkundet werden. So kommt ihr Kind raus und bekommt automatisch Bewegung.

Sport ist wichtig – aber der richtige!


Es bringt gar nichts, ihr Kind zum Beispiel dazu zu zwingen in einem Fußball-Verein aktiv zu sein, wenn ihr Kind nicht gerne Fußball spielt. Überlegen Sie gemeinsam mit ihrem Kind, welche Sportart die richtige sein könnte. Welche Sportart macht ihrem Kind Spaß? Denn Spaß ist das wichtigste am Sport für ein Kind.

Unsportliche Kinder gibt es nicht, es gibt nur die falschen Sportarten. Wenn Ihr Kind in der Schule im Sportunterrricht schlechte Noten bekommt, dann liegt das daran, dass es keinen Spaß an den dort ausgeübten Sportarten hat und sich dadurch auch nicht anstrengt.

Bewegungsmuffel oder soziale Probleme?

Wenn ihr Kind trotz aller Animation sich lieber zurückzieht, dann sollten Sie hinterfragen, warum das der Fall ist. Ist ihr Kind einfach vom Gemüt her etwas gemütlicher oder gibt es andere Gründe? Wenn ihr Kind wenig Kontakt zu anderen Kindern hat und sich deswegen zurückzieht, dann kann das ein schwerwiegendes Problem sein oder sich dazu entwickeln. Im Zweifel sollten Sie Hilfe bei einem Kinderpsychologen suchen.

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