Wie kann man Katzen zu mehr Bewegung animieren?

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Katzen in der Obhut des Menschen neigen leicht zu Übergewicht. Das liegt natürlich vor allem daran, dass der Mensch die Katze füttert und die Katze kein wirkliches Sättigungsgefühl hat. Also umschmiegt sie den ganzen Tag Herrchen oder Frauchen, statt zu jagen wird gebettelt. Der Mensch gibt bei dieser Charmeattacke natürlich gerne öfters mal nach, Zwischenmahlzeiten und zahlreiche Leckerlis sorgen dann für zu viele Kalorien und damit zwangsläufig zum Übergewicht der Katze.

Vor allem reine Wohnungskatzen sind von Übergewicht bedroht, schließlich verlieren Sie mit der Zeit durch ihr sehr beengtes Revier mit der Zeit ihren natürlichen Bewegungsdrang. Während eine Freigänger-Katze ihr Revier durchstreift, liegen viele Wohnungskatzen lieber den ganzen Tag lang faul herum. Durch die mangelnde Bewegung setzt eine Katze noch schneller Fett an, schließlich werden weniger Kalorien verbrannt. Vor allem die Halter von Wohnungskatzen sollten daher die Katze aktiv zu mehr Bewegung animieren – Das hält das Tier fit und schlank und fordert auch den Kopf der Katze. Denn auch Langeweile kann eine Katze mit der Zeit unglücklich und psychisch Krank machen.

So animieren Sie eine Katze zu mehr Bewegung

Die Katze muss sich das Futter erarbeiten

Frisst ihr Katze Trockenfutter? Die meisten Sorten Trockenfutter für Katzen sind zwar nicht gerade sehr gesund, da sie wenig Flüssigkeit und oft größere Mengen an Kohlenhydraten enthalten, dafür kann man mit Trockenfutter super arbeiten, wenn man seine Katze etwas auf Trab bringen will. Anstatt das Ihre Katze nur betteln muss, und sofort dass Fresschen in den Napf bekommt, kann man Trockenfutter wunderbar durch die Gegend werfen, so dass die Katze sich jedes Bröckchen erst einmal erlaufen muss. Sie müssen ja nicht die komplette Mahlzeit auf diese Weise füttern, aber zumindest einen Teil.

Nassfutter können Sie in kleinen Protionen in mehrere Näpfe aufteilen und diese Näpfe an erhöhten Plätze, Beispielsweise Schränken und Regalen aufstellen. Auf diese Art muss Ihre Katze wenigstens ein wenig springen und klettern, besser als nichts.

Spielen, spielen, spielen

Jede Katze hat einen gewissen Spiel- und Jagdtrieb, selbst im hohen Alter noch. Auch wenn eine Katze vom Gemüt her richtig faul und träge wirkt, wenn man sie oft genug und vor allem mit dem richtigen Katzenspielzeug reizt, wird sie mit der Zeit auch aktiver werden. Also gilt es zuerst einmal herauszufinden, welches Spielzeug für Ihre Katze das richtige ist. Dabei muss man oft noch nicht einmal neues Spielzeug kaufen – erinnern Sie sich einfach mal: Womit hat ihre Katze schon einmal gerne gespielt, vor allem als sie noch jünger war? Es muss sich dabei nicht einmal um designiertes Katzenspielzeug handeln – hat ihre Katze zum Beispiel schon einmal mit einem Haargummi, einer Socke, Wattestäbchen oder ähnlichen Gegenständen gespielt? Wenn Ihre Katze sich mit einem Gegenstand spielerisch beschäftigt, dass sollten Sie das erlauben, es sei denn es besteht eine Verletzungsgefahr.

Gespielt werden sollte am besten, wenn es draußen langsam zu dämmern beginnt, also am späten Nachmittag bis Abend. Dies ist nämlich die Zeit, zu der Katzen am aktivsten sind, schließlich ist das die Jagd-Zeit, zu der auch die Beutetiere der Katze aktiv sind. Zu dieser Zeit können Sie ihre Katze also am besten zum Spielen animieren.

Ansonsten gibt es einen Haufen Katzenspielzeug, sie können viele verschiedene Dinge ausprobieren. Hier eine kleine Auflistung der bei den Katzen beliebtesten Spielzeuge:

  • Katzenangeln – Ein Stock mit einer Schnur, an der ein für Katzen interessanter Köder hängt. Katzennaglen sind das beste Spielzeug, um mit der Katze gemeinsam zu spielen. Natürlich muss man sich auch regelmäßig die Zeit dafür nehmen, schließlich kann die Katze die Katzenangel nicht alleine nutzen. Tipp – So spielt man mit einer Katzenangel: Lassen Sie den Köder an der Schnur nur leicht zucken, dass löst Instinkte in Ihrer Katze aus, sie hält den Köder dann für ein Beutetier. Die Katze wird sich dann anschleichen und sich schließlich mit einem Sprung auf die Beute stürzen. Dann ist das Interesse entgültig geweckt und Sie können den Köder etwas durch die Luft fliegen lassen, so dass die Katze im besten Fall danach springt.
  • Kleine Bälle – Bälle aus verschiedenen Materialien sind immer ein beliebtes Spielzeug bei Katzen. Viele Katzen jagen gerne hinter den Bällen her, kicken ihn wie ein Fußballer durch die Gegend. Ansonsten kann man den Ball auch werfen, so dass die Katze ihm hinterherjagt. Am besten geeignet sind möglichst kleine Bälle mit ungefähr 3 cm Durchmesser. Eine meiner Katzen liebst einen weichen Stoffball mit Wattefüllung in dieser Größe, dem Bällchen kann sie stundenlang hinterherjagen und sich selbst damit beschäftigen.
  • Ballschiene für Katzen – Action und Denkspiel in einem – meine Katzen stehen total darauf. Durch schmale Schlitze können die Katzen ihre Pfoten in die Schiene schieben und damit den Ball in der Schiene anschubsen. Dadurch das die Schiene zu den Enden hin leicht nach oben geht, rollt der Ball dann hin und her, was Katzen sehr interessant finden. Mit so einer Ballschiene können sich Katzen gut selbst beschäftigen, aber auch der Mensch kann teilnehmen.
  • Laserpointer – Ja, Laserpointer sind ein gefährliches Katzenspielzeug. Ihr solltet aufpassen, dass ihr eurer Katze auf keinen Fall in die Augen leuchtet, dass kann große Schäden verursachen. Trotzdem gehen die meisten Katzen total ab und wollen den roten Punkt fangen, wenn ihr also vorsichtig seid, wird eure Katze viel Spaß haben. Passt auf, dass ihr eure Katze nicht zu enge Kreise drehen lasst, dass kann zu Gelenkschäden führen!
  • Intelligenzspielzeug für Katzen – Spielzeug, bei dem Katzen fummeln und ihren Grips anstrengen müssen, um zum Beispiel an ein Leckerli zu kommen (aber nicht zu viele Leckerlis!), sorgen dafür dass eine Katze auch im Kopf beweglich bleibt. Ein gutes Beispiel ist ein Snackball, den Katzen durch die Wohung rollen müssen, damit ab und zu ein Leckerli herausfällt.

Katzenspielzeug selber basteln

Aus Toilettenpaper, Schuhkartons, leeren Taschentuch-Boxen und ähnlichem kann man wunderbar selbst Katzenspielzeug basteln. Vor allem Fummel-Spielzeug, bei dem die Katzen ihre Pfoten einsetzen müssen, um ein Leckerli zu bekommen kann man aus diesen Materialien wunderbar herstellen. Im Buch „Katzenspielzeug selbst machen – Kreative Ideen für jede Menge Spielspaß“ bekommt man für rund 13 Euro (Stand: Januar 2015) jede menge tolle Bastelideen für Katzenspielzeug.

Katzen immer mindestens zu zweit

Katzen spielen

Katzen spielen immer am liebsten mit anderen Katzen

Wohnungskatzen sollten niemals alleine gehalten werden. Der Mensch kann einen Artgenossen nicht ersetzen, auch nicht wenn es ums Spielen geht. Ein Katzen-Paar kann miteinander spielen und raufen, vor allem das gegenseitige Jagen ist sehr beliebt. Wohnungskatzen, die in einem Zwei-Katzen-Haushalt leben sind auf jeden Fall viel aktiver als unfreiwillige Einzelgänger. Auch psychisch sind Wohnungskatzen, die nicht auf einen Artgenossen verzichten müssen, gesünder – es kommt seltener zu ungewünschtem Verhalten wie zum Beispiel dem Kratzen an Tapeten und Möbeln oder dem Urinieren außerhalb des Katzenklos.

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