10 Tipps gegen Blähungen – Das kannst du gegen Luft im Bauch machen

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Luft im Bauch – Blähbauch – Flatulenzen… Blähungen sind eine wahre Volkskrankheit, es haben mehr Menschen damit zu kämpfen als man denkt. Hier findest du Tipps gegen Blähungen sowie Hausmittel die gegen Luft im Bauch helfen.

Wenn du häufig unter Blähungen leidest, kann das mehrere Gründe haben. Meist ist eine falsche Ernährung schuld, es können aber auch Stress oder Medikamente Auslöser sein.

Der Fachausdruck für übermäßige Gasbildung im Verdauungstrakt ist Meteorismus. Flatulenzen, also das Abgeben der Gase über den Po, verschaffen hier zwar Abhilfe – sind aber natürlich sehr unangenehm, vor allem in der Öffentlichkeit.

Menschen, die an Meteorismus und Flatulenzen leiden, klagen über ein Völlegefühl, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe und Magendrücken. Mit unseren Tipps kannst du lernen, wie du Blähungen in Zukunft vermeiden kannst.

So entstehen Blähungen

Meist entwickeln sich Blähungen bei der Verdauung der Nahrung. Bakterien im Darm zerlegen die Nahrungsbestandteile, wobei die unangenehmen Gase entstehen. Auch schwer verdauliche Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in verschiedenen Kohlsorten oder Hülsenfrüchten vorkommen wirken blähend.

Aber auch durch zu hastiges Essen, Kohlensäurehaltige Getränke oder das Kauen von Kaugummi können für zu viel Luft im Bauch verantwortlich sein.

Wenn alle anderen Gründe ausgeschlossen werden können und trotzdem regelmäßig Blähunen auftreten, ist wahrscheinlich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit der Auslöser.

Die besten Tipps gegen Blähungen

Tipp 1: Richtige Zubereitung von Speisen

Oftmals werden Speisen einfach falsch zubereitet, so dass sie blähend wirken. Ein Beispiel: Wenn du Linsen, Bohnen oder andere Hülsenfrüchte kochst, solltest du das Kochwasser unbedingt abgießen! In das Wasser sind nämlich viele Stoffe gezogen, die für Luft im Bauch sorgen.

Außerdem kann man mit der richtigen Zusammenstellung von verschiedenen Lebensmitteln Blähungen vorbeugen: Gibt man zu schwer verdaulichen Speisen wie zum Beispiel Linsen Kümmelsamen und Fenchelsamen hinzu, werden Blähungen vorgebeugt. Tipp: Gib die Fenchelsamen oder die Kümmelsamen einfach in einen Kaffee- oder Teefilterpapier und hänge es beim Kochen in das Wasser.

Zwiebeln, die auch ein Auslöser für Flatulenzen sind, sollte man vor dem Verzehr kurz andünsten, so wird die blähende Wirkung neutralisiert.

2. Zu viele Tierische Eiweiße

Tierische Eiweiße aus Fleisch, Fisch, Milch oder Eiern werden meist nur unvollständig verdaut, was zu Gasbildung führt. Durch die unverdauten Eiweiße kommt es zu Fäulnisbildung im Darm, Darmbakterien produzieren dadurch Gase. Reduziere einfach deinen Konsum an tierischem Eiweiß und ersetze sie durch Pflanzliche Eiweiße, die für dich leichter zu verdauen sind.

Allgemein kann eine übermäßige Eiweißaufnahme zu Verdauungsproblemen führen. Vor allem von Eiweißpräparaten wie Proteinshakes solltest du die Finger lassen, wenn du deinen Verdauungstrakt schonen möchtest.

3. Hülsenfrüchte und andere Blähende Lebensmittel

Durch einfaches Weglassen bestimmter Lebensmittel kann eine starke Verbesserung erreicht werden. Allgemein kann man sagen, dass man nicht zu fettreich essen sollte, da das unsere Verdauung auf eine schwere Probe stellt, die mit Gasbildung endet. Folgende Lebensmittel sollte man meiden um seine Blähungen zu reduzieren:

  • (Rohe) Zwiebeln
  • Kohl – z.B. Weißkohl, Wirsing, Rosenkohl
  • Hülsenfrüchte – Linsen, Bohnen
  • Milch und Milchprodukte
  • Fettiges Fleisch oder Fisch
  • Fettige Käsesorten wie Camembert
  • Beeren
  • Feigen
  • Hefe
  • Unreifes Obst

Wenn du nicht komplett auf diese Lebensmittel verzichten möchtest, solltest du sie in Kombination mit Fenchel, Kümmel oder anderen blähungsmindernden Lebensmitteln zubereiten.

4. Ballaststoffe – ein zweischneidiges Schwert



Ballaststoffe sind wichtig für eine funktionierende Verdauung. Es handelt sich dabei um unverdauliche Nahrungsbestandteile, die für einen problemlosen Stuhlgang sorgen und für eine gesunde Darmflora sorgen.

Pektine (kommen unter anderem in Äpfeln vor) zum Beispiel sind lösliche Ballaststoffe, die für deine Verdauung positiv sind. Andere Ballaststoffe, wie Cellulose (z.B. aus Müsli, Vollkornprodukten und verschiedenen Gemüsen) führen im Darm für Gärung, bei der Gas entsteht – beim einen mehr beim anderen weniger. Versuch einmal herauszufinden, welche Gemüse bei dir zu Blähungen führen und lass diese dann weg oder kombiniere sie zum Beispiel mit Kümmel oder Fenchelsamen.

5. Wärme hilft bei Luft im Bauch

Wenn du erst einmal Blähungen hast, kann dir Wärme helfen, diese wieder loszuwerden. Eine Wärmflasche auf dem Bauch wirkt Wunder gegen Magenkrämpfe und Flatulenzen.

Mit einer leichten Massage im Uhrzeigersinn um deinen Bauchnabel kannst du helfen die Blähungen schneller wieder los zu werden (kann man wunderbar bei sich selbst machen).

6. Gewürze, Lebensmittel und andere Hausmittel die gegen Blähungen helfen

Fenchelsamen - Tipps gegen Blähungen

Wirksam gegen Blähungen: Fenchelsamen

Unsere wunderbare Natur stellt uns gleich mehrere Lebensmittel zur Verfügung, die positiv auf Blähungen einwirken oder diese von Anfang an vermeiden. Diese Stoffe möglichst oft in seine Nahrung einfließen zu lassen, ist wohl einer der besten Tipps gegen Blähungen.

Nutze folgende Zutaten oft beim Kochen, vor allem wenn du mit Nahrungsmitteln kochst, die sonst Blähungen hervorrufen, zum Beispiel Bohnen:

  • Kümmel (Kümmelsamen)
  • Kreuzkümmel
  • Anis
  • Fenchelsamen
  • Pfefferminzöl (2-3 Tropfen in einem Glas Wasser trinken)
  • Ingwer
  • Kardamom

7. Medikamente gegen Blähungen

Sehr zu empfehlen sind Mittel auf Kräuterbasis wie das beliebte Iberogast. Nimm die Mittel bei Bedarf ein oder prophylaktisch vor Speisen die blähend wirken. Hier bekommst du Iberogast günstig im Internet

8. Richtig essen

Wenn man zu hastig isst, verschluckt man dabei zu viel Luft. Außerdem kaut man automatisch zu kurz. Das ist schlimm, da die Verdauung bereits im Mund beginnt: Mit der Zerkleinerung der Lebensmittel und durch Enzyme im Speichel die bereits mit der Zersetzung der Kohlenhydrate beginnen. Folgendes sind wichtige Tipps gegen Blähungen – Halte dich an diese Regeln zum Essverhalten und wirst weniger mit Blähungen zu kämpfen haben:

  • Iss langsam und kaue sorgfältig.
  • Vermeide riesige Mahlzeiten, die deine Verdauung überfordern können. Teile dein Essen lieber in viele kleine Mahlzeiten auf.
  • Vermeide es, gleichzeitig zu Essen und zu Trinken. Warte mit dem Trinken ungefähr eine halbe Stunde nachdem du gegessen hast.
  • Setzt dich beim Essen aufrecht hin.
  • Bewege dich nach dem Essen ein wenig – wie wäre es mit einem kleinen Verdauungsspaziergang?
  • Vermeide zu spätes Essen oder gar eine Mahlzeit mitten in der Nacht.

9. Viel trinken – aber ohne Kohlensäure

Tipps gegen Blähungen: Tee trinken

Tipps gegen Blähungen: Viel trinken, am besten Kräutertee

Trinkt man am Tag mindestens 2 Liter kalorienfreie Flüssigkeit, unterstützt das die Verdauung. Wasser und Tee sind hier optimal, von Limonaden sollte man die Finger lassen.

Auch sollte man seinen Durst lieber mit stillem Wasser als mit Kohlensäurehaltigen Getränken löschen. Die Kohlensäure sammelt sich nämlich sonst im Magen und sorgt so für ordentlich Luft im Bauch.

Tipp: Trink doch ab und zu einen Pfefferminztee, Fencheltee oder Wasser mit 2-3 Tropfen Pfefferminzöl – das beugt Blähungen wunderbar vor!

10. Nahrungsmittelunverträglichkeiten



Wenn alle Tipps gegen Blähungen nicht helfen, solltest du zum Arzt gehen und dich auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Allergien untersuchen lassen. Dies funktioniert meist folgendermaßen: Du beginnst damit, nur noch Reis zu essen. Reis ist hypoallergen, das heißt, jeder verträgt es. Dann kommen nach einander weitere Lebensmittel dazu, immer eines nach dem anderen. Mit Hilfe eines Protokolls bzw. Ernährungstagebuches kann nun festgestellt werden, bei welchen Lebensmitteln es zu Verdauungsproblemen wie Blähungen kommt und bei welchen nicht.

Das ist zwar sehr aufwendig und dauert Wochen – aber nur so kann sicher festgestellt werden, welche Lebensmitteln bei dir für Gasbildung und Magenkrämpfe verantwortlich sind.

 

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